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Waldorfschule: Was macht sie so besonders?

Waldorfschule: Was macht sie so besonders?

Insgesamt gibt es 255 Waldorfschulen in Deutschland, Tendenz steigend. Einige berühmte Persönlichkeiten wie der Autor Michael Ende oder Heiner Lauterbach besuchten eine Waldorfschule. Die Schulform Waldorfschule ist oft mit vielen Klischees, Vorurteilen und Kritik konfrontiert. Auf der einen Seite wird eine ungenügende Ausbildung, die nicht ausreichend auf das Berufsleben vorbereitet, bemängelt. Außerdem wird die anthroposophische Weltanschauung, auf dem sich das Schulkonzept gründet, häufig kritisiert. Andererseits sehen Unterstützer:innen des Konzepts den unkonventionellen Unterricht ohne Notendruck als Chance für Persönlichkeitsentwicklung und die Heranbildung wichtiger Soft-Skills.

Wodurch unterscheidet sich die Waldorfschule von staatlichen Regelschulen und aus welchem Grund wird das Prinzip der Waldorfschule häufig weniger ernstgenommen? Welche Vorteile das Konzept hinter der Waldorfschule mit sich bringen kann, erfährst du in diesem Beitrag.

Das pädagogische Konzept hinter der Waldorfschule

Das Konzept der Waldorfschule geht zurück auf Rudolf Steiner, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts die erste Waldorfschule gründete. Vor dem Besuch der Waldorfschule bieten Waldorfkindergärten Kindern die Möglichkeit, bereits vor dem Schuleintritt mit der Waldorfpädagogik in Berührung zu kommen. Die Waldorfschule sieht grundsätzlich keinen Schulwechsel zwischen Grund- und Oberschule vor, von der 1. bis zur 12. Klasse werden die Kinder nahtlos im Schulsystem betreut. Auf diese Art soll die persönliche Entwicklung der Kinder bestmöglich unterstützt werden.

Im Gegensatz zu staatlichen Regelschulen steht im Konzept der Waldorfschule nicht nur das Erlernen fachspezifischer Fähigkeiten im Mittelpunkt des Unterrichts. Im Zentrum der Waldorfpädagogik steht die Ausbildung von Kindern und Jugendlichen zu freidenkenden, eigenständig handelnden und wahrnehmenden Menschen. Vermittelt werden in einem dreigliedrigen System die folgenden Fähigkeiten:

  • Intellektuell-kognitive Fähigkeiten (das „Denken)
  • Künstlerisch-kreative Fähigkeiten (das „Fühlen“)
  • Handwerklich-praktische Fähigkeiten (das „Wollen)

Schüler:innen einer Waldorfschule sollen nicht nur Wissen reproduzieren, sondern es anwenden und in Zusammenhang setzen können. So soll der Grundstein für lebenslanges Lernen in der Waldorfpädagogik gelegt werden.

Waldorfschule, Kinder an einer Werkbank

Unterschiede zwischen staatlichen Regelschulen und Waldorfschulen

Die Waldorfschulen sind als nicht-staatliche, freie Schulen nicht an Lehrpläne gebunden. Die Schulen verfolgen eigene methodische und didaktische Schwerpunkte, wodurch die Schüler:innen und ihre Bedürfnisse in den Mittelpunkt rücken. Die an den Waldorfschulen angebotenen Fächer sind mehr auf die Verbindung von intellektuellem Lernen und dem Erwerb künstlerisch-kreativer sowie praktisch-handwerklicher Fähigkeiten ausgerichtet.

Unterrichtet wird in sogenanntem Epochen- und Fachunterricht unterteilt. Am Tag findet mindestens 2 Stunden lang der Epochenunterricht statt, welcher von der/dem Klassenlehrer:in abgehalten wird und über mehrere Wochen hinweg ein Thema der Hauptfächer behandelt. Daran schließt der Fachunterricht mit Sport, Religion, Fremdsprachen, handwerkliche Fächern usw. an. In den meisten Fällen erlernen die Schüler:innen an der Waldorfschule ab Beginn des ersten Schuljahrs eine Fremdsprache, ab dem zweiten Schuljahr zwei Fremdsprachen. Sie erhalten ihre Bewertung nicht über die Vergabe von Noten, sondern in Form von ausführlichen schriftlichen Beurteilungen des Lernfortschritts.

In einer Waldorfschule gilt es als wichtig, über die Jahre hinweg stabile Klassengemeinschaften zu bilden und zu erhalten. Aufgrund dessen ist es an einer Waldorfschule nicht möglich, ein Schuljahr zu wiederholen. Hierdurch entstehen hohe Anforderungen an die Lehrkräfte, die Schüler:innen mit unterschiedlichsten Lernniveaus in einer Klasse fordern und fördern müssen. Damit alle Kinder und Jugendliche entsprechend ihrem Lernstand lernen können, wird ein aktivierender und lebendiger Unterricht angestrebt.

Der wohl bekannteste Unterschied der Waldorfschule ist die Integration von Bewegung in den Schulalltag. Das Fach Eurythmie wird an allen Waldorfschulen gelehrt und soll dabei unterstützen, Körper, Seele und Geist in Einklang zu bringen. Die Eurythmie ist eine Bewegungskunst, bei der Sprache und Musik in Bewegung umgesetzt werden. Hingegen der weit verbreiteten Vorstellung wird jedoch nicht der eigene Name getanzt; vielmehr geht es um die Ausdrucksform als Kunst.

Waldorfschule, Kind und Lehrerin in der Schule

Für wen eignet sich die Waldorfschule?

Grundsätzlich eignet sich eine Waldorfschule für jedes Kind. Es gibt keine typischen Waldorf-Kinder, allerdings sollten die Eltern zumindest im Grundgedanken hinter dem pädagogischen Konzept der Waldorfschule stehen. Eine eingehende Beschäftigung mit der Schulform ist vor der Entscheidung ratsam und die Abwägung von eigenen Wünschen, Vorstellungen und Bedürfnissen sowie denen des Kindes sollten im Mittelpunkt stehen.

Ebenso ist das zu entrichtende monatliche Schulgeld bei der Entscheidung für oder gegen eine Waldorfschule zu berücksichtigen. Wer die Waldorfpädagogik befürwortet, seinem Kind aber einen „richtigen“ Schulabschluss zur Wahl stellen will, muss sich trotzdem nicht gegen eine Waldorfschule entscheiden. Denn Schüler:innen erhalten nach den obligatorischen 12 Jahren Schulzeit auch an einer Waldorfschule die Möglichkeit, die 13. Klasse zu besuchen und danach die Abiturprüfungen abzulegen. Zwar werden die Unterrichtsmethoden zum Zwecke der Vergleichbarkeit in dieser 13. Jahrgangsstufe an die einer gymnasialen Oberstufe angepasst, dennoch schneiden die Schüler:innen im statistischen Vergleich mit Regelschulen in Abiturprüfungen nicht schlechter, sondern in vielen Fällen sogar besser ab. Dies lässt sich in der persönlichen und individuellen Betreuung durch die Waldorfpädagogik erklären: Kinder lernen, ihr eigenes Leistungspotenzial auszuschöpfen.

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