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Hypersensibilität bei Kindern

Hypersensibilität bei Kindern

Hypersensibilität ist weder eine Krankheit noch etwas „Unnormales“ oder gar eine Verhaltensstörung. Hypersensibilität wird den Persönlichkeitsmerkmalen zugeordnet und beschreibt, wenn das Nervensystem bei Menschen besonders empfindsam auf äußere Reize reagiert. Hochsensible Kinder nehmen Umwelt, Geräusche, Gerüche und Berührungen mit ihren Sinnen deutlich stärker wahr als andere und reagieren entsprechend anders. Mitunter wirken sie mitfühlender, nachdenklicher, harmoniebedürftiger, fantasievoller, können jedoch schlechter mit Stress, Belastungen und Leistungsdruck umgehen. Hypersensibilität ist komplex, da auch die Forschung noch am Anfang steht. Erste Annahmen gehen davon aus, dass Hypersensibilität eine angeborene Persönlichkeitseigenschaft ist und eventuell sogar vererbt wird.

Habt ihr den Verdacht, euer Kind könnte hochsensibel sein? Woran erkennt man Hypersensibilität bei Kindern und wie fördert man ein hochsensibles Kind am besten im Alltag und in der Schule? Mit diesem spannenden Thema haben wir uns in diesem Beitrag beschäftigt.

Was ist Hypersensibilität?

Menschen, die hypersensibel sind, haben eine sehr feine Wahrnehmung. Das Nervensystem reagiert sowohl auf innere als auch auf äußere Reize besonders empfindsam, sodass unter anderem Geräusche, Lärm, Gerüche und sogar Stimmungen von anderen Personen verstärkt wahrgenommen werden. Das bedingt, dass diese anders reagieren, mehr Zeit zum Verarbeiten brauchen und schneller aus dem Gleichgewicht geraten. Erstmals trat das Thema der Hypersensibilität im Jahr 1997 in den Fokus. Die amerikanische Psychologin Elaine Aron brachte ihr Buch „Sind Sie hochsensibel?“ auf den Markt und gilt seit jeher als „Entdeckerin“ der Hypersensibilität. Die Psychologin geht nach einer Erhebung davon aus, dass rund 15 % bis 20 % der Menschen hypersensibel sind.

Hypersensibilität bei Kindern_Mädchen spielt mit Fingerfarben

Woran erkennt man Hypersensibilität bei Kindern?

Eine Hypersensibilität bei Kindern zu erkennen ist nicht einfach, denn alle Kinder müssen zu Beginn ihres Lebens viele neue Sinneseindrücke verarbeiten, lernen, Informationen zu verarbeiten und reagieren mitunter schnell überfordert. Ein normaler Entwicklungsprozess sollte daher nicht mit einer Hypersensibilität bei Kindern verwechselt werden. Die Nuancen sind dennoch sehr fein. In der Regel lässt sich ab dem Kindergartenalter eine bessere Differenzierung vornehmen. Hypersensibilität drückt sich in vielen unterschiedlichen und individuellen Eigenschaften sowie Verhaltensweisen aus:

  • Kreativität
  • Intuition
  • Empathie
  • Tiefgründigkeit
  • erhöhtes Geschmacks- und Geruchserleben
  • ausgeprägte Wahrnehmung der Umwelt, scheinbar „Siebter Sinn“
  • Fantasie
  • Umsichtigkeit
  • hoher Gerechtigkeitssinn
  • besonders starke Tierliebe
  • feinsinniger Humor
  • Perfektionist
  • Schüchternheit
  • Geräuschempfindsamkeit (erschreckt schnell)
  • wenig stressresistent
  • neigt zu Wutausbrüchen oder Rückzug
  • Aufgeregtheit

Hypersensible oder hypersensitive Kinder nehmen bereits kleinste Details stark wahr, verarbeiten Informationen länger und reagieren empfindsam auf Reize. Typisch, sobald eine Situation das Kind überfordert, sind plötzliche Stimmungsumschwünge und für andere Menschen vollkommen überzogene Reaktionen mit einem teils aggressiven Verhalten und Rückzug. Das hat jedoch wenig mit einem überempfindlichen Verhalten zu tun, sondern liegt einzig an der Tatsache, dass die starke Aufnahme von Reizen und deren Verarbeitung schneller an Grenzen stoßen lässt. Es fehlt im Prinzip ein Filter für die Aufnahme von Informationen, sodass die Antennen bei hypersensiblen Kindern ständig auf Empfang geschaltet sind. Kein Wunder, dass dies schnell überfordernd sein kann.

Beispiele dafür sind, dass ein Kind:

  • empfindsam auf kratzende Stoffe, Nähte oder Etiketten reagiert
  • schnell von Lärm genervt ist
  • sich vor dem Geruch oder Geschmack bestimmter Lebensmittel ekelt
  • nach einer gewissen Zeit dann doch lieber allein statt mit anderen Kindern spielt
Hypersensibilität bei Kindern_Mädchen macht entspannt Pause und sitzt mit heißem Getränk auf Fensterbank

Wie kann man hypersensible Kinder im Alltag unterstützen?

Wichtig, wenn ihr Hypersensibilität bei eurem Kind erkennt, ist ein liebevoller Umgang und das Annehmen der individuellen Persönlichkeitsmerkmale. Hypersensibilität sollte nicht zu einem „Problem“ werden, dennoch gilt es die Bedürfnisse zu akzeptieren und eurem Kind Raum zu schaffen, diese zu erfüllen. Folgendes Vorgehen können wir euch empfehlen:

  • Sprecht mit eurem Kind über das, was es braucht.
  • Schafft ihm einen ganz persönlichen Rückzugsort.
  • Tauscht grelle Lampen gegen sanfte Lichtquellen aus.
  • Verbannt Putzzeug in eine Abstellkammer.
  • Schneidet Etiketten aus Kleidung.
  • Räumt ausreichend Pausen im Alltag ein.

Im Grunde geht es immer darum, Verständnis zu zeigen und die Stärken zu fördern. Das sorgt dafür, dass Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl steigen und euer Kind mit einer Reizüberflutung besser umgehen kann.

Natürlich drückt sich Hypersensibilität bei jedem Kind anders aus und entsprechend hat jedes Kind andere Bedürfnisse. Nehmt euch Zeit diese in Erfahrung zu bringen. Hilfreich sind für hypersensible Kinder oftmals Rituale und ein strukturierter Alltag. Stellt sicher, dass euer Kind nicht zu lange zusätzlichen Reizen aus Medien wie Fernsehen oder Internet ausgesetzt ist. Findet dabei eine gute Balance, denn Hypersensibilität bei Kindern heißt nicht, dass diese ihre Freizeit nicht genießen sollten. Nur eben etwas ruhiger und mit mehr Rücksicht orientiert an der Hypersensibilität.

Wie kann man hypersensible Kinder in der Schule unterstützen?

In der Schule „ecken“ hypersensible Kinder oftmals an, da sie scheinbar aus dem „normalen Rahmen“ fallen. Je früher eine Hypersensibilität bei Kindern erkannt wird, umso besser können Lehrkräfte und ihr als Eltern durch die Schaffung eines speziellen Lernumfelds auf die Bedürfnisse eingehen, damit euer Kind seine Stärken entfalten kann.

Wichtig: Sucht das Gespräch mit den Lehrkräften, schildert die besonderen Ansprüche und überlegt gemeinsam, wie sich ein Schultag für euer Kind positiv gestalten lässt. In dem Zusammenhang ist beispielsweise das eigene Lerntempo wichtig oder die Erlaubnis, sich vom Unterricht kurzzeitig zurückziehen zu können. Langsames Herantasten an unangenehme Situationen wie Referate, Förderungen der Kreativität und neue Aufgaben z.B. als Klassensprecher:in sind weitere Ideen, die hypersensible Kinder unterstützen können.

Auch Nachhilfeunterricht sollte auf hypersensible Kinder abgestimmt sein. Die Online-Nachhilfe von Easy-Tutor zeigt dabei viele Vorteile. Durch den virtuellen Online-Unterricht bleibt euer Kind in seiner gewohnten Umgebung, hat die nötige Ruhe und Sicherheit. Die qualifizierten Nachhilfelehrer:innen gehen dabei gezielt auf die Bedürfnisse eures Kindes ein, nutzen individuelle Lernmethoden und berücksichtigen das Lerntempo. Statt viele Informationen auf einmal werden in einer Nachhilfestunde nur einige wenige Themen in der Tiefe vermittelt. Da ihr alle Termine flexibel bucht, könnt ihr eurem Kind ausreichend Ruhephasen zwischen Schule und Nachhilfe schaffen. Gerne beraten wir euch dazu persönlich. Wenn ihr Easy-Tutor kostenlos und unverbindlich testen wollt, empfehlen wir euch eine Probestunde!

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