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Schulpflicht in Deutschland: Pro & Contra

Schulpflicht in Deutschland: Pro & Contra

Die Corona-Pandemie hat Kinder und Jugendliche gezwungen, abseits der Schulen zu Hause in ihren eigenen vier Wänden zu lernen. Idealerweise stellte das Homeschooling den Ersatz des Schulbesuchs dar, die Realität sah in vielen Familien jedoch anders aus. Die notwendigen technischen, zeitlichen und räumlichen Voraussetzungen waren nicht in jedem Haushalt gegeben und so bildeten sich während des Lockdowns erhebliche Defizite bei vielen Schülern und Schülerinnen. Trotz dieser Entwicklungen hat die Corona-Pandemie die Debatte um die Abschaffung der Schulpflicht neu entfacht. Befürworter der Abschaffung argumentieren, die Schulpflicht schließe die Bildungsfreiheit aus. Gegner sehen eher Handlungsbedarf in den Schulen als die Reform der Schulpflicht.

Argumente gegen die Schulpflicht

Bildung ist für jeden Menschen gleichermaßen ein Recht und soll Kindern und Jugendlichen zu mündigen, selbstständigen Mitgliedern der Gesellschaft machen. Bildung im Rahmen der Schule kann diese Anforderung nicht für jedes Kind gleichermaßen erfüllen. Häufig können sich Schüler:innen aufgrund der Umstände in Schulen nicht auf das Lernen konzentrieren. Wenn Kinder oder Jugendliche in der Schule z. B. unter sozialen Schwierigkeiten leiden, wird die Schulpflicht zum Schulzwang. Obwohl Kinder in solch einem Fall am erfolgreichen Lernen gehindert werden, untersagt die Schulpflicht das Fernbleiben vom Unterricht. Eltern und Kinder machen sich im Zweifelsfall strafbar. Ein Wegfall der Schulpflicht in Deutschland bedeutet nicht, dass Kinder und Jugendliche nicht lernen. Eltern oder Hauslehrer:innen können unter Umständen einen ebenso guten Job machen wie Lehrer:innen an Schulen, sofern sie motiviert, fachlich qualifiziert und pädagogisch fähig sind. Die Überwachung dieser Qualifikationen muss im Sinne der Fürsorgepflicht dennoch staatlich geregelt werden.

Die Schule erfüllt jedoch nicht nur den Zweck des Kompetenz- und Wissenserwerbs, sondern ist auch Ort für soziale Interaktion und Austausch. Diesen für Kinder und Jugendliche auch beim Wegfall der Schulpflicht zu gewährleisten, ist für gut vernetzte Familien möglich. Abwechslungsreiche soziale Interaktionen bilden die Grundlage für ein gesundes soziales Selbstbewusstsein und die Bildung einer Identität.

Schulpflicht, zwei Mädchen unterhalten sich

Was spricht für die Schulpflicht?

Die Schulpflicht in Deutschland ist eine wichtige soziale Errungenschaft. Obwohl Eltern in der Regel wissen, was gut für ihr Kind ist, hat sich während der Corona-Pandemie doch gezeigt: Nicht jedes schulpflichtige Kind verfügt außerhalb der Institution Schule über ausreichende und angemessene Lern-Ressourcen. Die Ungleichheit der Voraussetzungen ist enorm. Obwohl auch innerhalb der Schulen Unterschiede in Bezug auf Ausstattung und Co. zu verzeichnen sind, macht die Bedeutung von Homeschooling im eigentlichen Sinne deutlich: Homeschooling, also zu Hause von geschultem Lehrpersonal durchgeführter Unterricht, können sich nur diejenigen leisten, die ohnehin gute soziale und finanzielle Voraussetzungen haben. Fällt die Schulpflicht weg, sind Kinder und Jugendliche aus finanziell schwachen Familien wieder ein Stück weiter von Bildungsgerechtigkeit entfernt, sofern ihre Eltern sie nicht weiterhin zum Schulbesuch drängen.

Der Wegfall der Schulpflicht gefährdet außerdem die zeitliche Freiheit, die Kinder und Jugendliche aufgrund fester Alltagsstrukturen haben. Ist Lernen und Schule dann nicht mehr an einen begrenzten zeitlichen Rahmen gebunden, kommen sportliche, soziale oder kreative Aktivitäten möglicherweise zu kurz.

Ein starkes Argument gegen die Aufhebung der Schulpflicht ist auch die Gefahr von geistiger Indoktrination. Beschulung ausschließlich im Rahmen des Elternhauses ist ein perfekter Nährboden für Radikalisierung innerhalb familiärer Strukturen. Kinder und Jugendliche erfahren besonders in öffentlichen Schulen durch den Kontakt zu Gleichaltrigen gesellschaftliche Vielfalt und demokratische Umgangsformen. Die Pluralität der Gesellschaft hautnah zu erleben und in Zuge dessen zu lernen, dass Menschen unabhängig ihrer sozialen oder ethnischen Herkunft, Geschlecht, körperlichen und geistigen Gesundheit gleichgestellt sind, ist der beste Schutz gegen Rassismus, Populismus und Extremismus.

Zuletzt ist für die Erhaltung der Schulpflicht insbesondere die Trennung von Familienleben und Schule zu nennen. Die Aufgabe von Eltern besteht nicht darin, die Rolle von Lehrpersonen einzunehmen und Kinder nach ihrer Lernleistung zu beurteilen. Zwar ist ihre Unterstützung im Schulalltag unerlässlich, jedoch müssen Eltern ihr Kind auch unabhängig vom Lernerfolg oder schulischen Interessen lieben und wertschätzen. Die Grundlage dafür ist, die Rolle von Erziehenden und Lehrenden durch die Schulpflicht zu trennen.

Schulpflicht, Mutter mit Söhnen am Tisch

Unterstützung in der Schulpflicht

Auch nach dem Lockdown sollten Eltern ihre Kinder im Schulalltag unterstützen und gelegentlich bei Hausaufgaben oder Recherchen helfen. Wenn Kinder in der Schule nicht mehr richtig mitkommen und sich Defizite im Lernstoff bilden, können Eltern jedoch an ihre Grenzen kommen. Einzelnachhilfe ist in vielen Fällen förderlich, um den Lernerfolg und die Lernmotivation wieder zu erhöhen.

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